Thomas Horster

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Webdesign (in Leipzig) ist überbewertet

| 1 Kommentar

Webdesign in Leipzig und in ganz Deutschland ist überbewertet. Ich meine, Frontend-Entwickler oder Webdesigner kann sich heutzutage jeder nennen, aber die Wenigsten wissen überhaupt etwas damit anzufangen.

Fragt Ihr Euch nicht auch: Wo hört das Eine auf und fängt das Andere an?

Als den typischen Webdesigner würde ich denjenigen bezeichnen, der auf Dreamweaver schwört, für den CSS noch eher ne Baustelle ist und der sich nicht weiter um die Fehler kümmert, die er macht oder nicht macht, solange alles in den gängigen Browsern irgendwie funktioniert. Ich finde es erschreckend, was manche Schulen einem zum Thema Webdesign beibringen. Keine Webstandards, Tabellenlayout und der besagte Dreamweaver…

Ein Frontend-Entwickler sollte sich hingegen mit solchen Dingen genau auskennen: Webstandards, tabellenloses Layout, Templates mit minimalem Html, sinnvoll für die Suchmaschinenoptimierung angeordnet (Vergleichbar mit einem Schriftstück, welches man für den Leser gliedert). Dazu gehört auch das Verfolgen von neuen Entwicklungen, Tricks und Kniffen für die Gestaltung und Optimierung des Codes von Internetseiten, z.B. clevere CSS-Tricks.
Gibt es darüberhinaus die gewünschten Funktionen nicht in den geforderten Browsern, dann fügt ein Frontend-Entwickler sie per JavaScript hinzu oder kennt Skripte, die dies auf einfache Art ermöglichen. Ebenso sollte er JavaScript-Frameworks sinnvollerweise einsetzen können und deren Vor- und Nachteile kennen.

Genau aus diesem Grund ist der Webdesigner insbesondere in Leipzig vom Aussterben bedroht. JavaScript, inklusive jquery, prototype und co sollten für den Frontend-Entwickler keine Fremdworte sein. Kenntnisse in Bezug auf Flash, das Flex Framework und ActionScript3 überhaupt sind sicher auch von Vorteil. Ebenso eine gewisse Übung im Umgang mit beliebten Open Source Systemen wie Magento, WordPress, Typo3 oder Ähnlichem. Webdesigner, die statische Seiten mit Dreamweaver erstellen sind in Zeiten von WordPress und Joomla! nicht mehr gefragt.

Daher mein Wunsch für ein besseres Internet: Mehr Frontend-Entwickler, mehr Spezialisten und weniger Webdesigner.

Autor: Tom

I am Jack's evil father!

Ein Kommentar

  1. Hallo!

    Das kann ich so auch nur bestätigen. Wenn man sich anschaut mit welch mangelndem Wissen manche “Webdesigner” Geld verdienen. Leider haben die meisten Auftraggeber überhaupt keine Ahnung von der Materie, sodass sie den letzten Schmu abkaufen bzw. alles nehmen, solange es schön billig (leider im doppelten Sinne) ist.

    Ich denke, wenn man heutzutage als “Webdesigner” vorstellen würde, erhielte man nicht viel Beachtung.

    Synth.

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